BEHANDLUNGSSPEKTRUM

Die Chiropraktik kann bei vielen akuten und chronischen Schmerzzuständen mechanischen Ursprungs angewandt werden. Kurz gesagt, wir behandeln mechanische Fehlfunktionen des Bewegungsapparates. Diese Fehlfunktionen merken Sie meist erst als Schmerzen in einem oder mehreren Gelenken oder Körperteile.

Unten finden Sie eine Auswahl der häufigsten Probleme mit denen wir uns mit meist großem Erfolg beschäftigen. Wählen sie von den Themen:

Entstehung

Rückenschmerzen sind ein Leiden unserer Zeit. Man spricht auch deshalb von einem „Volksleiden“, weil 80 bis 90 Prozent der Bevölkerung im Laufe ihres Lebens mindestens eine Episode starker Rückenschmerzen durchleben. Betroffen sind beide Geschlechter und alle Altersstufen, wobei die Beschwerden am häufigsten im mittleren Lebensalter auftreten, also in der wichtigsten Produktivitäts- und Leistungsphase.

Die meisten Rückenschmerzen sind mechanisch bedingt. Falsche Körperhaltungen, aber auch Stürze oder Unfälle können Bewegungseinschränkungen bzw. Gelenkfehlstellungen sowie muskuläre Ungleichgewichte auslösen.

Sind diese minimal, bleiben sie zunächst oft unbemerkt, zumal sie anfänglich nur mit einem leichten Schmerz verbunden sind. Der Körper versucht, diese Fehlfunktionen auszugleichen, indem andere Gelenke stärker belastet werden. Diese Ausgleichsreaktionen können über Monate oder Jahre aufrechterhalten werden.

Durch die alltäglichen Belastungen ist die ausgleichende Kraft des Körpers aber irgendwann erschöpft und die Schmerzgrenze wird überschritten. Das ist der Grund dafür, dass Schmerzen plötzlich und ohne deutliche Auslöser, wie z.B. falsches Heben, entstehen können. Bereits ein Niesen, das Anziehen von Socken oder einfach nur das Schlafen in unbequemer Haltung können dann unvermittelt heftige Schmerzen auslösen.

Fehlstellungen oder Bewegungseinschränkungen von Gelenken, Reizungen von Sehnen, Bändern, Muskeln, Faszien oder auch Bandscheibenschäden können aber nicht nur mechanische, sondern auch neurologisch bedingte Probleme wie Gelenkschwellungen und –schmerzen sowie reflektorische Muskelverkrampfungen im Bereich der mechanischen Funktionsstörung im Rücken. Ein typisches Beispiel hierfür ist der so genannte Hexenschuss (Lumbago).

Die neurologischen Auswirkungen können auch Körperregionen betreffen, die vom eigentlichen Ort der Störung weiter entfernten liegen. Davon betroffen sind meist Muskeln, Haut oder Organe, die von einem aus mechanischen Gründen in seiner Funktion beeinträchtigten Nerv versorgt werden. So erklären sich schmerzende oder taube Bereiche in Beinen und Füßen, z.B. bei Ischialgie (Schmerzen im Versorgungsbereich des Ischiasnervs).

Wie hilft Ihr Chiropraktor?

Sind Gelenkblockierungen die Ursache der Beschwerden des Patienten, werden diese durch einen gezielten Impuls gelöst.

Muskuläre Funktionsstörungen behandeln wir mit neuro-muskulären Methoden. Bei mechanisch bedingten Funktionsstörungen werden reflektorische Muskelverkrampfungen gelöst, Schmerzen gelindert und die neuro-muskuläre Funktionseinheit insgesamt gefördert.

Im Vordergrund des chiropraktischen Therapieansatzes steht nicht die Beseitigung eines lokalen Schmerzes, sondern die Förderung der funktionellen Integrität des gesamten Bewegungsapparates und damit auch die Förderung der Widerstandskraft gegen Störfaktoren.

Entstehung

Eine Bandscheibe wirkt wie ein Stoßdämpfer zwischen den Wirbelkörpern. Sie befindet sich auf der Vorderseite der Wirbelsäule und besteht aus einem runden, gelartigen Zentrum, dem Gallertkern und zahlreichen Schichten starker, ringförmiger Fasern, die den Gallertkern umgeben. Diese schützen den Gallertkern und halten ihn an seinem Platz in der Mitte der Bandscheibe.

In gerader Haltung kann die Wirbelsäule deshalb ungeheuren Lasten standhalten. Bückt man sich, nähern sich an der Vorderseite der Wirbelsäule die Wirbelkörperkanten einander an, während sie an der Rückseite auseinander driften. Dies hat zur Folge, dass der Gallertkern aus seiner stabilen Gleichgewichtslage nach hinten gedrückt wird.

Solch alltägliche Belastung führt über die Jahre zu schleichender Ermüdung. Bedenkt man, wie oft man sich bückt oder in gebückter, manchmal sogar in verdrehter Körperhaltung Lasten anhebt, ist es nicht verwunderlich, dass die Stabilität des Zusammenspiels von Wirbelkörper und Bandscheibe leidet.

Aufgrund der allmählichen Schädigung kann ein Bandscheibenvorfall sowohl in Folge eines äußeren Anlasses, zum Beispiel beim Heben oder Tragen, als auch vermeintlich spontan auftreten.

Woran erkennt man einen Bandscheibenvorfall?

Ein Bandscheibenvorfall ist zumeist mit starken Schmerzen verbunden. Ist eine Bandscheibe der Lendenwirbelsäule betroffen, wird der untere Rücken oft steif und unbeweglich. Alle Funktionen der betroffenen Nervenwurzeln können in Mitleidenschaft gezogen sein.

Daher kommt es in vielen Fällen zu ausstrahlenden Schmerzen in ein oder beide Beine, die bis in den Fuß hinunter reichen können. In Einzelfällen treten sogar Lähmungserscheinungen oder Inkontinenz auf.

Für die korrekte Diagnose eines Bandscheibenvorfalls sind klinische Tests und bildgebende Verfahren (Computer- oder Kernspintomographie) unerlässlich.

Wie hilft Ihr Chiropraktor?

Der Chiropraktor stellt zunächst fest, ob ein Bandscheibenvorfall vorliegt. Bei Bandscheibenvorfällen mit eindeutigen, fortschreitenden neurologischen Defiziten ist die chiropraktische Behandlung an dem betroffenen Bewegungssegment nicht zulässig. Diese Patienten gehören in die Obhut eines Orthopäden oder eines Neurochirurgen.

Aufgabe des Chiropraktors ist es, durch das Beseitigen einer Funktionsstörung den internen Druck des Gallertkerns zu reduzieren. Mit einem präzise ausgeführten, schnellen und für den Patienten schmerzlosen Impuls kann ein festsitzender Nachbarwirbel gelöst werden ,um einer Funktionsstörung im Bereich des Bandscheibenvorfalls zu minimieren. Aber auch die Behandlung mechanischer Dysbalancen an Gelenken oder Weichteilen (Muskeln, Sehnen, Bänder, Faszien) in der Nachbarschaft des geschädigten Bewegungssegmentes kann zur Beschwerdelinderung beitragen.

Bei Bandscheibenvorfällen ist darüber hinaus eines besonders wichtig: Auch wenn Ihre Beschwerden erfolgreich behandelt wurden, bleibt Ihr Rücken oder Nacken eine Schwachstelle, die besondere Aufmerksamkeit verdient. Deshalb wird Ihnen Ihr Chiropraktor über die eigentliche Behandlung hinaus wertvolle Tipps und Anregungen für den Alltag geben.

Jede chiropraktische Behandlung ist eine hochwertige, ganzheitlich wirksame und nachhaltige Einflussnahme auf die Integrität des Skelett-Muskel-Nervensystems.

Fazit

Allein in Deutschland werden täglich etwa 30.000 Bandscheibenoperationen vorgenommen. Es handelt sich dabei um eine Prozedur, die in verschiedenen Verfahren auch weltweit den häufigsten neurochirurgischen Eingriff darstellt. Obwohl besonders bei schweren neurologischen Ausfällen eine Operation manchmal unumgänglich ist, können konservative Ansätze wie die Chiropraktik oftmals dazu dienen, eine solche zu vermeiden. In jedem Fall ist es für den langfristigen Erfolg von entscheidender Bedeutung, nicht nur das Beschwerdebild zu lindern, sondern auch die Ursachen eines Bandscheibenvorfalls, wie beispielsweise Fehlhaltungen, Überbelastung oder Schwäche der Rumpfmuskulatur zu korrigieren und damit präventiv zu wirken. Daher hilft ihnen ihr Chiropraktor auch nach der akuten Behandlungsphase dabei, die Belastung der Wirbelsäule im Alltag zu minimieren und Rückfälle vorzubeugen.

Wörter wie Kreuzschmerzen, Lumbago oder Hexenschuss sind oft zu hören aber es muss geprüft werden was genau der Patient damit meint.

Häufig sind Schmerzen im unteren Rücken, etwas zu einer Seite, von Blockierungen der lliosakralgelenke ausgelöst. Die beiden lliosakralgelenke (ISG) sind zwar echte Gelenke mit Gelenkkapseln und Bändern, ihre Beweglichkeit ist jedoch sehr gering. Gebildet werden sie vom Kreuzbein der Wirbelsäule und den Darmbeinschaufeln. Deswegen heisst dieses Gelenk auf deutsch „Kreuzdarmbeingelenk“. Sie sind ein Teil des Beckens.

Der Beckenring wird durch ein kräftiges Band- und Muskelsystem so stabilisiert, dass er diesen Belastungen unter üblichen Bedingungen widerstehen kann: die beiden lliosakralgelenke mit ihrer normalerweise hohen elastischen Festigkeit sind ein Teil des Puffers zwischen den starren Elementen des Beckens. Sie haben Erschütterungen zum Beispiel beim Gehen aufzufangen.

Die Gründe von Störungen liegen meist in mechanischen Über- und Fehlbelastungen, in ungleichen Beinlängen, oder Fehlhaltungen der Wirbelsäule. Ungewohnte Arbeiten, eine monotone Haltung, sportliche Aktivitäten, Krankheiten oder Unfälle sind die Auslöser. Häufig treten Beschwerden während oder nach einer Schwangerschaft infolge der damit verbundenen Bänderlockerung auf.

Nicht selten strahlen die Schmerzen in den hinteren Oberschenkel und in die Hüfte aus. Der Chiropraktor hat viel Erfahrung mit dieser Art von Beschwerde und prüft mittels orthopädische und chiropraktische Tests den genauen Problembereich.

Im Falle einer akuten Blockierung verspürt der Patient meistens schon nach der ersten chiropraktischen Behandlung eine deutliche Erleichterung. Bei Blockierungen infolge anatomischer oder funktioneller Fehlbelastungen wird die Grundursache behandelt.

Beschwerden in Gesäß und Leiste werden von den Betroffenen oft als Hüftgelenksschmerz gedeutet. Dies trifft jedoch nur bedingt zu. Der Chiropraktor findet meist auch Blockaden im Becken und in der Lendenwirbelsäule durch die die Beschwerden ebenfalls verursacht sein können. Eine deutliche Korrektur der Beweglichkeit der betroffenen Region und auch des Hüftgelenkes ermöglichen einen normalen Bewegungsablauf, so dass der Schmerz deutlich reduziert oder gar aufgehoben werden kann. Dies gilt auch für leicht bis mittel schwer verschlissene Hüften. Durch eine Neuorientierung der Lauffläche im Gelenk lässt sich ein wesentlich einfacheres Gangbild mit weniger Schmerzen erreichen.

Kopfschmerzen gehören neben Rückenschmerzen zu den häufigsten gesundheitlichen Beeinträchtigungen unserer Zeit. Die Medizin kennt heute sehr viele Arten des Kopfschmerzes. Zu den häufigsten Ursachen zählen jedoch biomechanische Ungleichgewichte im Schulter-Nackenbereich und Migräne.

Woran ist der biomechanisch bedingte Kopfschmerz zu erkennen?

Der biomechanisch bedingte Kopfschmerz (Spannungskopfschmerz) äußert sich in einem drückenden, ziehenden Schmerz, der überall im Kopf sitzen kann.

Der Schmerz strahlt in der Regel vom Schulter-Nackenbereich bis hoch in den Kopf. Bei der Untersuchung lassen sich oft Funktionsstörungen von Gelenken der Halswirbelsäule oder des Kiefers feststellen. Die umgebende Muskulatur ist in einer Art Schutzreflex verspannt. Aus der daraus resultierenden Fehlbelastung entsteht der typische Spannungskopfschmerz.

Woran ist eine Migräne zu erkennen?

Die echte Migräne ist seltener als der Spannungskopfschmerz. Sie kann bereits im Kindesalter auftreten. Als Migräne (zu dt.: halber Schädel) bezeichnet man anfallartige Kopfschmerzen, die wiederholt und meist halbseitig auftreten.

Sie gehen oft mit Übelkeit, Erbrechen, Flackern vor den Augen, Gesichtsfeldausfällen oder anderen neurologischen Fehlfunktionen einher. Setzt der typische Kopfschmerz ein, ist dieser stark, stechend oder pulsierend und häufig mit Licht- und Geräuschempfindlichkeit verbunden.

Bei einigen Migränepatienten wird ein Teil der Schmerzen durch Spannungskopfschmerzen mitverursacht. Ist dies der Fall, kann mit einer chiropraktischen Behandlung oft eine deutliche Verbesserung der Symptome erreicht werden. Ein weiterer Ansatz liegt in der Stimulierung peripherer Nerven und daraus resultierender Einflussnahme auf den Tonus (Spannung) der Wandmuskulatur der beteiligten Blutgefäße.

Wie hilft Ihr Chiropraktor?

Der Chiropraktor untersucht zunächst, ob es einen Zusammenhang zwischen Ihrem Kopfschmerz und dem Funktionszustand Ihrer Gelenke, Muskeln und Nerven gibt.

Ist der Kopfschmerz mechanisch bedingt oder mitbedingt, ist eine chiropraktische Behandlung sinnvoll. Durch die chiropraktische Behandlung soll die Beweglichkeit schlecht funktionierender Bewegungssegmente wiederhergestellt werden. Dadurch können Gelenkschmerzen, Muskelverkrampfungen und Nervenreizungen gelindert oder beseitigt werden. 

Kernstück der Behandlung ist die gezielte manuelle Mobilisierung blockierter Gelenke mit oder ohne Impuls. Im ersten Fall wird das betroffene Gelenk innerhalb seiner anatomischen Grenzen mit einem präzise ausgeführten Impuls bewegt. Das Lösen eines blockierten Gelenkes ist oft mit einem hörbaren, aber schmerzfreien und ungefährlichen Knacken verbunden. Es wird durch das Zusammenfallen (Implodieren) von Gasblasen im Gelenkspalt hervorgerufen. Bei Bedarf werden auch die beteiligten Weichteile (Bänder, Sehnen, Muskeln, Faszien) in die Behandlung mit einbezogen. Außerdem können Rehabilitationsübungen, Beratungen zur Ergonomie und zur allgemeinen gesunden Lebensführung Teil der chiropraktischen Kopfschmerz-Behandlung sein.

Jede chiropraktische Behandlung ist eine hochwertige, ganzheitlich wirksame und nachhaltige Einflussnahme auf die Integrität des Skelett-Muskel-Nervensystems.

Nicht selten konsultieren Patienten ihren Chiropraktor wegen Schwindel und Gleichgewichtsstörungen.

Zur Erhaltung des Gleichgewichts müssen Innenohr, Augen, sensorische Nervenfasern an den Füssen und das motorische System, also die Muskulatur, zusammenspielen. Die Muskulatur führt die Gleichgewichtsbewegungen aus.

Ursachen für Störungen des Gleichgewichtes müssen daher in einem dieser vier anatomischen Systeme gesucht werden.

Die Quelle des reinen Drehschwindels liegt im Innenohr und kann durch Chiropraktik nicht beeinflusst werden. Machtlos ist der Chiropraktor auch gegen die Ursachen im Augenbereich und bei Krankheiten des Nervensystems.

Quelle: Halswirbel

Trotzdem überweisen Augenärzte, Hals-Nasen-Ohrenspezialisten und Neurologen oft Patienten mit Schwindel nach sorgfältiger Untersuchung ohne eigenen Befund an dem Chiropraktor. Der Grund dafür liegt darin, dass der verbreitete sogenannte spondylogene oder zervikale Schwindel seine Ursache in der Halswirbelsäule hat.

Die Krankengeschichte ist der Schlüssel zur Diagnose: häufig berichten Patienten über Schwindelanfälle bei Bewegungen des Kopfes nach hinten. Meist erwähnt der Patient kopflageabhängige Schmerzen an der Halswirbelsäule, manchmal mit Ausstrahlungen in den Arm, nicht selten aber auch Gesichtsschmerzen, Ohrengeräusche (Tinnitus) und Schluckstörungen.

Therapie oft erfolgreich

Die Therapie kann aufgenommen werden, wenn die sorgfältige Untersuchung der vier oben erwähnten anatomischen Strukturen durchgeführt und der chiropraktische Untersuchungsgang mit manueller Bewegungsanalyse der Wirbelgelenke, Röntgendiagnostik und Provokationstests abgeschlossen ist.

Die chiropraktische Behandlung dieses Beschwerdebildes ist oft von Erfolg gekrönt: schon nach wenigen Behandlungen können die Beschwerden verschwinden, wenn die Funktionsstörungen der betroffenen Halswirbelgelenke manuell behandelt werden. 

Was leistet der Nacken-Schulter-Arm-Bereich?

Die Halswirbelsäule und der Schultergürtel tragen nicht nur das Gewicht unseres Kopfes, sondern bewegen ihn auch. Dies ist bei 4 bis 8 kg Gewicht eine nicht zu unterschätzende mechanische Leistung. Außerdem verläuft der Großteil aller Nervenbahnen, die das Gehirn mit dem Rest des Körpers verbinden, durch die Halswirbelsäule.

Darüber hinaus unterstützt der Nacken den Gleichgewichtssinn und regt die Augenmuskulatur an. Der Schulter-Arm-Bereich hingegen zählt zu den beweglichsten Körperteilen des Menschen überhaupt und hat aufgrund seiner funktionellen Vielfalt große Auswirkungen auf das allgemeine Wohlbefinden.

Bei der alltäglichen Belastung, insbesondere durch monotone, sitzende Tätigkeiten wie Schreibtischarbeit, Autofahren und Fernsehen ist es nicht überraschend, dass gerade in diesen Körperbereichen im Laufe der Zeit nachhaltige mechanische Probleme entstehen können. Sie gehen nicht nur mit Bewegungs- und damit Handlungseinschränkungen einher, sondern auch mit Schmerzen.

Wodurch entstehen Nacken-, Schulter- und Armschmerzen?

Mechanische Funktionsstörungen von Gelenken, Sehnen, Bändern, Muskeln und auch Bandscheibenschäden im Bereich der Hals- oder Brustwirbelsäule können lokale neurologische Auswirkungen haben.

Zu diesen Auswirkungen zählen unter anderem Gelenkschwellung/-schmerz oder reflektorische Muskelverkrampfungen. Diese wiederum können sich auf die Bewegungskette Schulter-Ellenbogen-Hand auswirken. Werden beispielsweise Nervenwurzeln, die aus der Wirbelsäule austreten, gereizt, können dadurch auch jene Muskeln, Hautpartien oder Organe in Mitleidenschaft gezogen sein, die von Verästelungen des betroffenen Nervs versorgt werden.

So erklären sich typische Symptome wie kribbelnde, taube Finger und verkrampfte, schlecht funktionierende Muskeln im Schulter-/Halsbereich bei Halswirbelsäulenproblemen.

Wie hilft ihr Chiropraktor?

Zunächst wird in einem ausführlichen Gespräch Ihre Krankengeschichte aufgenommen. Dann werden die Chancen und Grenzen, aber auch die im Einzelfall eventuell gegebenen Risiken der Behandlung aufgezeigt sowie alle weiteren Fragen beantwortet. Durch die anschließende körperliche Untersuchung, gegebenenfalls unter Einbeziehung bildgebender Verfahren (Röntgen-, Computertomographie- oder Kernspintomographieaufnahmen), wird festgestellt, ob die Beschwerden mechanischen Ursprungs sind.

Die wichtigste Aufgabe des Chiropraktors ist die Förderung des funktionellen Zusammenspiels der einzelnen Komponenten eines Bewegungssegmentes sowie der verschiedenen Funktionseinheiten des gesamten Bewegungsapparates. Kernstück der chiropraktischen Tätigkeit ist die gezielte manuelle Mobilisierung blockierter Gelenke mit oder ohne Impuls. Im ersten Fall wird das betroffene Gelenk innerhalb seiner anatomischen Grenzen mit einem präzise ausgeführten Impuls bewegt.

Zusätzlich kann auf eine Vielzahl neuro-muskulärer Behandlungsmethoden zur Entspannung betroffener Weichteile (Muskeln, Sehnen, Bänder, Faszien) zurückgegriffen werden. In den Therapieplan werden ferner bei Bedarf die Anwendung von Eis, Wärme, Elektrotherapie sowie die Einübung von Rehabilitationsübungen einbezogen.

Jede chiropraktische Behandlung ist eine hochwertige, ganzheitlich wirksame und nachhaltige Einflussnahme auf die Integrität des Skelett-Muskel-Nervensystems

Wie kommt es zu mechanischen Störungen bei Säuglingen?

Die mechanischen Kräfte, die während der Geburt auf den Körper eines Babys einwirken, sind immens. Ist in der Folge ein Gelenk der Wirbelsäule blockiert, hat dies sowohl mechanische als auch neurologische Auswirkungen.

Durch die Beweglichkeit und Anpassungsfähigkeit eines jungen Körpers können Nachbargelenke oftmals eine Wirbelblockade kompensieren. Daher bleibt eine solche Gelenkblockierung bei Kindern häufig unbemerkt, zumal selten Schmerzen vorhanden sind. Es sind also vor allem die neurologischen Auswirkungen, die das Defizit sichtbar machen.

Was haben Dreimonatskoliken und Entwicklungsstörungen gemeinsam?

Die Druck- und Zugkräfte bei der Geburt wirken vor allem auf die obere Halswirbelsäule. Die hier verlaufenden Nerven beeinflussen den Vagusnerv, der Dreiviertel des Magen- Darmtraktes versorgt und von großer Bedeutung für die Verdauung ist.

Zahlreiche Beobachtungen haben gezeigt, dass bei Babys mit Verdauungsproblemen und Dreimonatskoliken mitunter Gelenkblockierungen in Wirbelsäule oder Becken vorliegen. Dasselbe gilt für Kinder und Schulkinder, die über Bauchweh oder Übelkeit ohne schulmedizinisch feststellbare Ursache klagen.

Die neurologischen Auswirkungen werden oft erst im Verlauf der Entwicklung des Kindes deutlich. Wenn es zu greifen, krabbeln, laufen oder sprechen lernt, treten Defizite auf. Insbesondere feinmotorische Tätigkeiten wie Schneiden, Basteln oder später das Schreiben fallen den betroffenen Kindern in der Regel deutlich schwerer als ihren gesunden Altersgenossen.

Welche funktionellen Beschwerden kommen bei Kleinkindern häufig vor?

Manche Säuglinge schreien in den ersten Wochen überdurchschnittlich viel. Der Grund der Unruhe ist für die Eltern oft nicht auszumachen. Ist ein Gelenk der Halswirbelsäule blockiert, kann es nämlich einige Zeit dauern, bis die dazugehörigen Muskeln sich soweit entwickelt haben, dass das Baby eine Schonhaltung einnehmen kann. Diese äußert sich in einer schiefen Kopfhaltung sowie in einer eingeschränkten Drehbarkeit des Kopfes.

Auch ist das Kind nun äußerst berührungsempfindlich. Weil auch die vordere Hals- und Rachenmuskulatur in Mitleidenschaft gezogen ist, können zudem Schluckbeschwerden, Trinkprobleme und wiederkehrende Mittelohrentzündungen auftreten.Die Auswirkungen mechanischer Störungen im Bereich der oberen Halswirbelsäule wurden in Deutschland erst in den letzten Jahren intensiv erforscht. Sie werden als KISS- Syndrom (Kopfgelenk induzierte Symmetriestörung) bezeichnet. Im Zuge dieser Untersuchungen werden inzwischen auch Konzentrationsprobleme, Lese- und Rechtsschreibdefizite, ein hoher Bewegungsdrang und andere Verhaltensauffälligkeiten mit unbehandelten Halswirbelsäulenblockaden in Verbindung gebracht.

Wie hilft Ihr Chiropraktor?

Vor einer Behandlung erfragt der Chiropraktor im gemeinsamen Gespräch die Entwicklung und das beobachtete Ausmaß der Beschwerden Ihres Kindes.

Im Rahmen einer Untersuchung muss nun festgestellt werden, ob die Symptomatik chiropraktisch behandelt werden kann. Schließlich erhalten Sie eine eingehende Auskunft darüber, was genau behandelt werden wird, wie viele Behandlungstermine eingeplant werden müssen und wie die Prognose aussieht.

Wird durch eine chiropraktische Behandlung ein Gelenk wieder frei beweglich, kann dies zur Folge haben, dass sich die dazugehörige Muskulatur entspannt und der Bewegungsablauf sich normalisiert. So kann der Schmerz bei Schreibabys eventuell reduziert werden, Dreimonatskoliken können sich beruhigen und die neurologische Entwicklung Ihres Kindes kann ohne funktionelle Störungen im Bereich des Bewegungsapparates ablaufen.

Jede chiropraktische Behandlung ist eine hochwertige, ganzheitlich wirksame und nachhaltige Einflussnahme auf die Integrität des Skelett-Muskel-Nervensystem.

Regelmäßige Untersuchungen von Kindern durch einen Chiropraktor sind insofern sinnvoll, als die Folgen von Stürzen die gesamte Entwicklung beeinflussen können. Blockaden äußern sich motorisch und verhaltenstechnisch. Der Bewegungsapparat kann Blockaden kompensieren, sie ziehen jedoch Energie von der Entwicklung des Kindes ab. Eine Behandlung kann Blockaden freisetzen und dem Kind wieder zu seinen eigentlichen Fähigkeiten verhelfen. Auch Rücken- und Kopfschmerzen rühren bei Kindern wie bei Erwachsenen oftmals von blockierten Gelenken her.

Jugendliche haben enorme Wachstumsschübe, die zu einseitigen Haltungen im Alltag führen können. Auch Mangel an Bewegung führt zu Bewegungseinschränkungen. Der Chiropraktor erkennt jedoch Anzeichen eines schiefen Beckens oder Blockaden der Wirbelsäule bei Heranwachsenden frühzeitig und kann korrigierend eingreifen. Daher sind regelmäßige Kontrollen der Haltung und ausreichend Bewegung notwendig um ein funktionierendes Körpergefüge auszubilden und zu behalten.

Senioren sind bei einem Chiropraktor gut beraten, insofern die Wirbelsäule schon einige Jahre ohne weitere Beachtung genutzt wurde und nun tägliche Beschwerden in unterschiedlicher Variation aufweist. Besonders morgens und nach dem Aufstehen werden Schmerzen im Bewegungsapparat als normal angesehen. Mit entsprechenden chiropraktischen Methoden lässt sich auch ein unflexibleres Gelenk wieder beweglicher und damit schmerzfreier gestalten. Gepaart mit mehr Bewegung und viel Flüssigkeit lassen sich auch Alterserscheinungen wie Verschleiß ertragen und somit die Lebensqualität deutlich verbessern.

Beim Ausüben jeder sportlichen Tätigkeit ist die optimale Funktionsfähigkeit des Bewegungsapparates von großer Bedeutung. Besonders beim Reiten sollen zwei unterschiedliche Körper miteinander eine harmonische Einheit bilden. Dies ist jedoch nur möglich, wenn sowohl der Reiter als auch das Pferd physisch fit sind. Nur ein beweglicher Reiter kann entspannt sitzen und den Bewegungen des Pferdes folgen.

Das Becken des Reiters spielt hierbei eine zentrale Rolle, da es unmittelbar auf den Pferderücken einwirkt. Leidet ein Reiter unter Schmerzen oder Bewegungseinschränkungen im Becken oder Wirbelsäulenbereich, kann das Mitschwingen auf dem Pferd nicht gelingen und der Reiter blockiert bei jedem Schritt den Pferderücken.

Ein blockiertes Becken macht den Reiter auf die Dauer zu einem schiefen Reiter, da der Körper versucht im Rumpf, Schultergürtel und Nacken die verlorene Beweglichkeit zu kompensieren. Die Fehlhaltung des Beckens verlagert sich somit in den Ober- und Unterkörper!

Der Reiter kann dadurch an Symptomen leiden wie:

  • Lendenwirbelschmerzen
  • Leistenschmerzen
  • Hüftbeschwerden
  • Kopf- und Nackenschmerzen
  • Schulterbeschwerden

Beim Reiten kann sich ein Beckenschiefstand wie folgt äußern:

  • Schiefhaltung der Schulter und des Kopfes
  • das lockere Mitschwingen in der Mittelpositur fällt schwer
  • besonders das Aussitzen im Trab fällt schwer
  • der Reiter zieht ein Bein nach oben, was zu einer unterschiedlichen Steigbügellänge führt
  • der Reiter belastet den falschen Sitzbeinhöcker, wodurch Schwierigkeiten bei den Seitengängen entstehen
  • Einknickenin der Hüfte
  • auf einer Hand fällt es immer schwer zu reiten

Die chiropraktische Behandlung:

In der Chiropraktik gibt es viele verschiedene Behandlungsmethoden. Sie sind sehr gezielt und spezifisch und unterscheiden sich dadurch vom im Volksmund bekannten „Einrenken“. Daher sprechen Chiropraktoren vom Justieren,was übersetzt „Feineinstellung“ bedeutet. Die Behandlung ist weitestgehend sanft, gezielt und meist sehr wirksam.

Bei der Behandlung wenden wir in Abstimmung auf Ihre individuelle Problematik unterschiedliche Techniken an, die wir Ihnen vor der Behandlung ausführlich erklären.

Der Leistungssport setzt ein Höchstmaß an Performance voraus und fordert vom Athleten absolute Disziplin. Sportchiropraktik ist bestrebt die besten körperlichen Voraussetzungen, für höchste Performance im Sport zu gewährleisten. Das Aufgabenfeld der Chiropraktik im Leistungssport liegt deshalb vor allem im Bereich der Leistungssteigerung und Verletzungsprävention.

Der Chiropraktor versucht die optimale biomechanische Funktionalität, neurologische Integrität und muskuläre Balance des Athleten zu erhalten, bzw. wiederherzustellen. Regelmäßig lassen sich Athleten deshalb vor und während Wettkämpfen von Chiropraktoren betreuen, um die optimale Leistungsfähigkeit sicher zu stellen und Verletzungen effektiv vorzubeugen.

Chiropraktik-Oldenburg
Osterkampsweg 1
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Tel: 0441-96010167
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